Vom 9. März bis 19. Mai 2026 führte das BRIGHT-Futures-Team der Universität Hohenheim (Bowy den Braber, Hannah Melcher, Hannah Uther, und Vivien Killer) Feldarbeiten im Siaya County im Westen Kenias durch. Damit wurde eine intensive und erfolgreiche Kampagne zu kleinbäuerlichen Mais–Bohnen-Anbausystemen und ihren Zusammenhängen mit Biodiversität, Ökosystemprozessen und landwirtschaftlicher Praxis abgeschlossen.
Auf 32 Betrieben umfasste die ökologische Erhebung Insekten-Fallfallen, akustische Aufnahmen von Vögeln, Bodenproben, Blattproben von Mais zur Bestimmung der Wassernutzungseffizienz sowie Vegetationsaufnahmen zur Erfassung von Baumarten und Baumbestand. Die Arbeitstage waren oft lang: frühes Aufstehen, weite Fahrten über ländliche Straßen und enge Abstimmung mit landwirtschaftlichen Haushalten, die ihre Felder und Zeit großzügig zur Verfügung gestellt haben.
Parallel dazu wurden 400 Haushalte im Rahmen sozioökonomischer Erhebungen befragt. Im Mittelpunkt standen Anbaupraktiken, Schädlingsdruck (einschließlich des Herbst-Heerwurms) sowie soziale Netzwerke und deren Rolle bei landwirtschaftlichen Entscheidungen. Die Gespräche haben wichtige Einblicke in Herausforderungen, aber auch in Anpassungsstrategien und neue Ansätze in den Betrieben gegeben.
Auch wenn die Auswertung der Daten gerade erst beginnt, hat die Feldarbeit bereits einen klaren Eindruck hinterlassen: Die Landwirtschaft in der Region ist sehr vielfältig, und die Betriebe zeigen eine hohe Anpassungsfähigkeit nach einer schweren Dürre.
Die Arbeiten wurden durch die enge Zusammenarbeit mit Joseph Kimani und John Mburu (University of Nairobi), Mourine Onyando (Jaramogi Oginga Odinga University of Science and Technology, JOOUST) sowie Kolleg:innen der Ndaloh Heritage Foundation ermöglicht und durch Dennis Otieno (JOOUST) unterstützt.
Besonders bedanken möchte sich das Team bei den lokalen Assistenten Stephen, Richard, John und Bernard für ihre große Unterstützung, ihr Wissen vor Ort und ihre zuverlässige Hilfe während der gesamten Zeit. Ohne sie wäre die Arbeit nicht möglich gewesen.
Hier findest du das Video von der Feldkampagne