Im Juni 2026 waren wir auf den Alpen im Naturpark Nagelfluhkette unterwegs. Wir, das sind Hannah Uther, Doktorandin im Projekt Bright Futures von der University of Hohenheim und drei Masterstudierende, Sally Riedinger, Sebastian Löffler und Marta Rardin.
In Kooperation mit dem Naturpark Nagelfluhkette und dem Alpwirtschaftlichen Verein im Allgäu haben wir auf 10 Alpen Untersuchungen durchgeführt. Wir haben Pflanzen bestimmt, Schmetterlinge kartiert und Daten zur Futtermittelqualität sowie zum Bodenkohlenstoff gesammelt, die nun im Labor analysiert werden.
Wir haben dabei intensivere Sennalpen und extensivere Galtalpen untersucht, um zu verstehen: Sind Sennalpen weniger biodivers haben dafür aber eine höhere Futtermittelqualität? Wir können diese Hypothese nur zum Teil bestätigen. Wir durften auch Sennalpen besuchen, die sehr artenreiche Weiden mit seltenen und gefährdeten Pflanzen hatten. Es bleibt zu verstehen, wieviel die Bewirtschaftung darüber entscheidet, wie sich Futtermittelqualität, Biodiversität und Boden verhalten, oder ob die Standortbedingungen am Ende ausschlaggebender sind. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.
Vielen Dank an alle beteiligten Alpen für eure Offenheit bei diesem Projekt mitzuwirken! Wir freuen uns auf einen Austausch im Naturparkzentrum in Immenstadt im Herbst 2026, wo wir unsere Ergebnisse vorstellen werden und nochmal zeigen wollen: Ihr leistet, die Landschaft leistet, und die Alpwirtschaft ist ein wichtiges Beispiel dafür, dass Landwirtschaft und Naturschutz besonders gut funktionieren, wenn sie zusammen gedacht werden!